Winter, wie wunderbar

Es war überhaupt wunderbar, in diesen Wintertagen auf Saltkrokan Pelle zu sein. Malin sah, wie er umherging und vor Glück strahlte. Als sie eines Abends allein in der Küche waren, fragte sie ihn, was ihm denn so viel Freude machte. Pelle kauerte sich auf dem Küchensofa zusammen und überlegte ein Weilchen.

 

Dann erzählte er Malin, was ihm so viel Freude machte. "Zum Beispiel …" begann er. Morgens hinauszugehen, wenn frischer Schnee gefallen war, und den Weg zum Brunnen und zum Holzstall mit freischaufeln helfen. Die verschiedenen Spuren der Vögel im Schnee beobachten. Winterfutter für alle Sperlinge und Dompfaffen und Kohlmeisen in die Apfelbäume zu hängen. In der Dämmerung zum Haus zurückkommen, wenn man Ski gelaufen war, und sich im Flur den Schnee abzuschütteln und hineinzukommen und das Feuer im Küchenherd zu sehen und zu sehen, wie fein die Küche war mit allen Kerzen. Morgens, wenn es noch dunkel war, aufzuwachen, weil Papa den Ofen heizte. Im Bett liegen zu bleiben und zuzusehen, wie es hinter der Ofentür flackerte. Abends über den Hausboden zu gehen und sich ein bisschen im Dunkeln zu fürchten, aber nur ein bisschen! Mit dem Schlitten auf dem Eis zu fahren ganz bis an die Dampferrinne heran und dann auch ein bisschen Furcht zu haben! In der Küche zu sitzen und sich mit Malin zu unterhalten so wie jetzt gerade und Zimtwecken zu essen und Milch zu trinken und überhaupt keine Furcht zu haben.

 

Astrid Lindgren